24.03.19 - 11:53 | me4tshield

Eine Auflistung des aktuellen Standes

Google Stadia - was wir wissen

Die Gerüchte rund um eine Google-Konsole haben sich auf der GDC (Game Developer Convention) befürwortet und dominierte die Schlagzeilen innerhalb der letzten Tage.

Wir haben all den Trubel einfach mal was sacken und vor allem wirken lassen um jetzt ein kleines Zwischenfazit erstellen zu können. Und zugegebenermaßen wird dies nicht so ganz objektiv ausfallen – denn wir wollen aus der Schrift eines Gamers schreiben.


Was wissen wir über Google-Stadia?

Der Begriff „Konsole“ ist an dieser Stelle nicht passend, denn am Ende werden wir keine Konsole in der Hand halten, sondern nutzen einen Service wie beispielsweise Netflix.

Wie können wir Google-Stadia nutzen?

Der Service ist prinzipiell überall dort abrufbar, wo es Internet gibt. Haben wir eine Verbindung zu diesem, können wir mit unserem Endgerät auf den Service zugreifen und loslegen. All die Verarbeitung der Prozesse liegt nämlich auf fremden Servern und muss nicht über unser Endgerät verarbeitet werden. So könnten wir theoretisch von unserem Google Smartphone aus die größten AAA-Titel spielen ohne technisch irgendwelche Abstriche machen zu müssen. Selbstverständlich ist die Nutzung über Laptops, Desktop-PCs, Chromebooks, Chromecasts oder sonstige Endgeräte auch möglich.

Wir brauchen nur Internet, einen Chrome Browser und ein Eingabegerät.

 

Was für ein Eingabegerät brauchen wir?

Das ist eine der Fragen, die noch im Raum stehen. Wann kann man einen beliebigen Controller zurückgreifen und wann muss man einen Google Stadia Controller nutzen?

Was wir jedoch wissen ist, dass dies ein kleineres Übel zu sein scheint, denn Googles Eingabegerät macht tatsächlich etwas her. So haben wir die Möglichkeit mit nur wenigen Tastendrucks direkt auf Youtube-Gaming einen Stream zu starten, google über Sprachsteuerung etwas zu fragen, oder könnten via „State Share“ unseren aktuellen Spielstand mit der Welt teilen.

Speziell letzteres Feature finden wir persönlich ganz cool – stellt Euch vor, dass Euer Lieblings-Streamer via Youtube-Gaming Euch seinen Spielstand freigibt und ihr praktisch sofort diesem hinterher joinen könnt. All das ohne große Friendrequests, Serveraustausch oder sonstigen Hürden. Einfach nur inviten, klicken und innerhalb von wenigen Sekunden losspielen. Feine Sache!


Was für eine Leistung bringt die Konsole?

Auch hier gibt es noch nicht viele Informationen – einzig die Leistung der GPU wurde bisher mit uns geteilt. Wir haben Euch hier eine kleine Info-Grafik gebastelt, welche Euch die Größenordnungen erahnen lässt. Und ja, wir sind uns bewusst, dass der Vergleich zwischen einer Next-Gen Konsole und den aktuellen Varianten nicht fair ist – es ist nur eine Größenordnung! 😉

Was für eine Leistung braucht unsere Internetleitung?

Und hier sind wir an einer Stelle angekommen, die dann doch etwas kritisch wird. Wollt ihr beispielsweise auf 1080p und 60 FPS spielen, braucht Ihr einen Download von 25 MBit/s – für 4K mit 60 FPS sogar 30 MBit/s. Laut Google sei 1080p schon mit 20 MBit/s möglich, jedoch will man sich bei den Angaben einen Puffer verschaffen.


Was kostet Google Stadia?

Leider hat Google hier noch keine Angaben gemacht, was wir leider sehr bedauern, denn dies ist doch ein sehr entscheidender Punkt. Wird es ein Abo-Modell geben? Gibt es Begrenzungen bei diesem Modell? Müssen wir für ein Abo mit 5 Spielen weniger bezahlen, als für ein Abo mit 10 Spielen? Kann man die Spiele einzeln mieten, oder sogar klassisch kaufen? Kostet die 4k Qualität mehr, als Full-HD?

Ich denke, dass wir hier noch viele weitere Fragen stellen könnten, aber am Ende sind es wahrscheinlich zum größten Teil nur Spekulationen – hier heisst es wohl „abwarten und Tee trinken“.


Welche Spiele wird es geben?

Bis auf Doom Eternal gab es noch keine offizielle Ankündigung für Stadia. Jedoch können wir davon ausgehen, dass es ein großes Angebot geben wird, welches jedoch erst einmal anlaufen muss. Google Stadia ist quelloffen und kann von jedem Entwickler genutzt werden. Auch die Gaming-Engines Unity und Unreal werden unterstützt, welche besonders bei Indie Entwicklern, aber auch bei den Big Playern beliebt sind.


Die subjektive Stelle

So.. jetzt sind wir an der erwähnten subjektiven Stelle angekommen, denn wenn wir realistisch sind, kennen wir alle jemanden - oder sind sogar selbst betroffen, der für eine 16.000er Leitung bezahlt, diese aber nicht einmal ausnutzen kann. Und genau diese Nutzer werden komplett von solchen Services ausgeschlossen. In der alten Konsolengeneration konnte man notfalls mit seiner Konsole unter dem Arm noch zu einem Freund mit schnellem Internet gehen um dort die GB an Updates zu ziehen – mit dieser Technologie gibt es diese Updates zwar nicht mehr, da sie direkt vor Ort aufgespielt werden, allerdings auch nicht mehr den Nutzer, der den Service aufgrund einer fehlenden Beitbandverbindung nutzen kann.

Technik ist super, Weiterentwicklung noch besser – aber in einem Land wie Deutschland, welches in den Geschwindigkeits-Rankings jenseits von Gut und Böse liegt (weltweit Platz 25!), kommt dieser Schritt leider noch zu früh. Und das ist ein Satz, der uns sehr traurig macht. An dieser Stelle möchten wir Euch das Video „Warum das Internet in Deutschland so schlecht ist“ von Simplicissimus empfehlen.


Was haltet Ihr von einem solchen Gaming-Service? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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